Wer seit Jahren ausbildet, trägt ein enormes Wissen in sich: Wie läuft eine Maschineneinrichtung Schritt für Schritt ab? Worauf muss man bei der Qualitätskontrolle achten, bevor man einen Fehler übersieht? Welche Sicherheitsregel klingt im ersten Moment selbstverständlich, wird im Alltag aber gerne vergessen? Dieses Erfahrungswissen ist wertvoll – und es steckt meistens in den Köpfen der Ausbilder, nicht in Lernmaterialien. Der Grund ist selten mangelnde Bereitschaft, sondern die Hürde: Ein Lernmodul zu erstellen klingt nach Technik, nach Autorentools, nach aufwendiger Vorbereitung. Das muss nicht so sein.
Was ein KI-Assistent übernimmt
Aus einem vorhandenen Dokument – einer Betriebsanweisung, einem internen Merkblatt, einer Checkliste, die schon seit Jahren im Betrieb verwendet wird – generiert die Plattform auf Knopfdruck eine strukturierte Vorlage für ein Lernmodul, inklusive Quizfragen, Zusammenfassungen und Lernzielen. Der KI-Assistent schlägt Formulierungen vor, die der Ausbilder lesen, anpassen oder direkt übernehmen kann. Wer möchte, ergänzt ein paar eigene Hinweise aus der Praxis – "In unserer Anlage ist noch zu beachten, dass..." – und hat innerhalb weniger Minuten ein vollständiges Modul. Was früher einen vollen Nachmittag und Kenntnisse in einem Autorentool erfordert hätte, lässt sich heute in einer kurzen Pause erledigen. Das öffnet die Tür für Ausbilder, die bisher nie daran gedacht hätten, eigene Lernmaterialien zu erstellen – einfach weil der Aufwand zu groß wirkte.
Mobil erstellen, sofort teilen
Lernmodule lassen sich direkt am Smartphone erstellen – nicht nur am Schreibtisch. Wer gerade in der Werkstatt steht, einen Ablauf erklärt und dabei denkt: "Das wäre ein gutes Modul für die neuen Azubis" – der kann genau diesen Moment nutzen und die Idee sofort festhalten. Fotos, kurze Texte, Audioanmerkungen: alles lässt sich mobil erfassen und später zu einem vollständigen Modul ausarbeiten. Freigegebene Inhalte stehen den Azubis unmittelbar zur Verfügung – auf ihrem eigenen Gerät, in der App oder im Browser, wann immer sie Zeit und Interesse haben. Mehrere Ausbilder können gemeinsam an einem Modul arbeiten: Wer ein bestimmtes Fachgebiet besonders gut kennt, steuert seinen Teil bei. So entsteht ein Wissenspool, der mit dem Betrieb wächst.
Praxisbeispiel: Arbeitssicherheits-Unterweisung
Die jährliche Unterweisung zur Arbeitssicherheit ist für jeden Ausbildungsbetrieb Pflicht und muss nachweislich dokumentiert sein. In der Praxis bedeutet das oft: alle zusammenrufen, Formular ausfüllen, unterschreiben lassen, abheften. Mit einem digitalen Lernmodul geht das strukturierter und dokumentierbarer: Die Unterweisung wird einmalig als Modul angelegt – mit den relevanten Inhalten, ergänzt um kurze Quizfragen, die sicherstellen, dass der Inhalt auch verstanden wurde, nicht nur durchgeklickt. Azubis durchlaufen das Modul selbstständig, der Abschluss wird automatisch dokumentiert. Der Export für die Betriebsakte ist mit einem Klick erledigt und enthält Name, Datum und den Nachweis der erfolgreichen Teilnahme. Im nächsten Jahr wird das Modul einfach wieder aktiviert – eventuell mit kleinen Aktualisierungen, falls sich Vorschriften geändert haben. Aufwand: ein Bruchteil des bisherigen.
Flexible Formate für jede Situation
Die Plattform unterstützt PDFs, Videos, SCORM-Pakete und interaktive H5P-Inhalte – je nachdem, was für den jeweiligen Inhalt am besten passt. Wer bereits externe Lernmaterialien vom Verlag oder Berufsverband nutzt, kann diese direkt einbinden, ohne sie neu erstellen zu müssen. Es gibt keine Vorlage, die zwingend ausgefüllt werden muss, und keine Mindestanforderung an die Technikaffinität. Jeder Betrieb startet mit dem, was er hat: einem PDF, einem selbst aufgenommenen Erklär-Video, einer Präsentation vom letzten Azubigespräch. Das ist genug für den Anfang. Was daraus wird, entwickelt sich mit der Zeit und mit dem, was die Ausbilder einbringen möchten.